Compliance
Konformität ist keine Zusage.
Sie ist die Architektur.
Die meisten KI-Werkzeuge lösen Datenschutz vertraglich: Auftragsverarbeitung, Standardvertragsklauseln, ein Rechenzentrum in Europa. Das kann tragen, bleibt aber eine Zusage über Daten, die das Haus bereits verlassen haben. Wir lösen es baulich: vom Sensor am Bauteil bis zur Antwort im Chat.
Was Ihr in die Hand bekommt.
Eine Prüfung besteht man mit Unterlagen. Diese vier liegen jedem Projekt bei, bevor das erste Dokument indexiert wird.
- 01
Technische Beschreibung der Verarbeitung
Welche Daten an welcher Station entstehen, wie sie weitergereicht werden und wo sie liegen bleiben. Der Datenfluss weiter unten ist die Kurzfassung davon.
Verzeichnis und IT-Prüfung - 02
Rollen- und Rechtekonzept
Welche Gruppen es gibt, woher sie kommen und an welcher Stelle die Prüfung greift. Mit der Abfrage, in der die Berechtigung wirkt.
Datenschutzbeauftragte und Revision - 03
Aufstellung der Protokollinhalte
Was protokolliert wird, wie lange es liegt und wer es lesen darf. Getrennt nach Betriebs- und Zugriffsprotokoll.
Betriebsrat und Revision - 04
Angaben für Verzeichnis, Folgenabschätzung und Betriebsvereinbarung
Die Textbausteine, die Ihr in Eure eigenen Dokumente übernehmt, mit den Feldern, die eine Aufsichtsbehörde erwartet.
Verzeichnis, DSFA und Mitbestimmung
Die Unterlagen beschreiben den ausgelieferten Zustand. Schaltet Ihr später externe Modellanbieter oder Werkzeuge mit Internetzugriff frei, ziehen wir sie nach.
Vier Behauptungen. Diese Seite löst sie ein.
DSGVO ohne Drittlandtransfer
Es gibt keine Übermittlung, also auch keine Diskussion über Standardvertragsklauseln, Schrems II oder den US CLOUD Act.
01Rechte bis in den Index
Die Zugriffsprüfung steht in der Datenbankabfrage, nicht in einem Filter dahinter. Was jemand nicht sehen darf, findet er nicht.
02EU AI Act vorbereitet
Quellenangabe bei jeder Antwort, Protokoll über jeden Agentenschritt, menschliche Freigabe bei kritischen Aktionen, dokumentierter Modellstand.
03ISO 27001 angestrebt
Wir bauen das Managementsystem entlang der Norm auf und sagen bis zum Zertifikat genau das und nichts anderes.
04Die einfachste Frage zuerst.
Wo liegt ein Datum eigentlich, während das System darüber nachdenkt?
Sechs Stationen. Eine Grenze.
Ein Messwert am Bauteil und ein Satz in einem Konstruktionsbericht haben mehr gemeinsam, als es aussieht. Beide sind Betriebsgeheimnisse, beide sind über Schicht oder Autorenschaft auf Personen beziehbar, und beide verlieren ihren Schutz in der Sekunde, in der sie das Haus verlassen. Deshalb behandelt IGNAITE sie gleich.
- 01
Rohsignale bleiben auf der Probe.
Nach oben geht, was aus dem Datenstrom geworden ist: verdichtete Kennwerte. Nicht der Datenstrom selbst.
- 02
Der Node hat keine Fernwartungstür.
Ein Mikrocontroller ohne Betriebssystem im gewohnten Sinn. Was er kann, steht in seiner Firmware, und die haben wir geschrieben.
- 03
Der Hub braucht kein Internet.
Ein Rechner vor Ort, an dem die Messreihen zusammenlaufen. Ein Werk ohne Außenanbindung ist der Auslegungsfall, nicht der Sonderfall.
- 04
Jeder Abschnitt trägt seine Berechtigten.
Dokumente, Mails und Auswertungen werden auf Eurem Server zerlegt und durchsuchbar gemacht, inklusive der Liste derer, die sie sehen dürfen.
- 05
Das Modell läuft im selben Gerät.
Offene Gewichte auf Eurer GPU. Es sieht ausschließlich Abschnitte, für die der Fragende berechtigt ist.
- 06
Jede Antwort führt ihre Quellen mit.
Ein Klick öffnet die belegte Stelle im Originaldokument. Jede Antwort ist damit nachprüfbar.
Null ausgehende Verbindungen im Regelbetrieb.1
Was jemand nicht sehen darf, findet er nicht.
Berechtigungen, die erst die Oberfläche filtern, sind keine Berechtigungen: Das Modell hat den Inhalt dann bereits gelesen und kann ihn zusammenfassen, umschreiben oder zitieren. Bei uns steht die Prüfung im selben Datenbankbefehl, der nach Ähnlichkeit sortiert und die besten Treffer auswählt. Ein Abschnitt ohne Berechtigung liegt nicht hinter den ersten Treffern; er ist im Ergebnis nicht enthalten.
Was mitgeschrieben wird. Und wer bestimmt, wie lange.
Für Verzeichnis und Betriebsvereinbarung braucht Ihr diese Aufstellung. Sie liegt jedem Projekt bei, hier steht sie in Kurzform.
| Protokoll | Was darin steht | Aufbewahrung |
|---|---|---|
| Dokumentenbewegungen | Welches Dokument wann in welche Wissensdatenbank kam oder sie verlassen hat, mit handelnder Person und Zeitpunkt. | Ihr legt sie fest |
| Rechteänderungen | Wer eine Gruppe oder eine Freigabe geändert hat, wann, und was vorher galt. | Ihr legt sie fest |
| Zugriffe auf externe Modelle | Jeder Aufruf eines freigeschalteten externen Anbieters samt Ergebnis des Compliance-Filters. Im ausgelieferten Zustand bleibt diese Zeile leer, weil es keine Aufrufe gibt. | Ihr legt sie fest |
| Agentenläufe | Jeder Schritt eines Laufs, auch der abgebrochene: welche Quelle gezogen, welches Werkzeug benutzt wurde. | Ihr legt sie fest |
| Chatverläufe | Frage, Antwort und die zitierten Quellen. Sichtbar nur für die Person selbst und für Rollen, denen Ihr das Lesen erlaubt. | Ihr legt sie fest |
Alle Protokolle liegen auf Eurem Server. Wer sie lesen darf, entscheidet Euer Rollenkonzept, nicht wir. Gelöscht ist gelöscht: Es gibt keine zweite Kopie außerhalb Eures Hauses, aus der sich etwas wiederherstellen ließe.
Wenn doch einmal etwas rausgeht.
Manche Aufgaben laufen mit einem großen Cloud-Modell besser. Externe Anbieter lassen sich einbinden: ab Werk abgeschaltet, freischaltbar im Dashboard, und nie ohne Prüfung. Vor jedem Aufruf liest ein Compliance-Filter die vollständige Anfrage: die Frage des Nutzers und die Dokumentauszüge, die die Suche dazugestellt hat. Der zweite Teil ist der, den man übersieht. Ein Personenname wandert selten in der Frage nach draußen, sondern im mitgeschickten Textabschnitt.
Erkennen
Microsoft Presidio und ein lokal ausgeführtes Sprachmodell für Eigennamen finden Namen, Adressen und Kennungen. Dazu Muster, die Ihr selbst festlegt: Auftragsnummern, Bauteilnummern, Maschinen-IDs, Beträge.
Entscheiden
Der Nutzer sieht im Chat, was erkannt wurde, und wählt: anonymisiert senden, im Original senden oder abbrechen. Oder eine Richtlinie schwärzt automatisch, ohne Rückfrage.
Protokollieren
Jeder Aufruf landet mit Nutzer, Modell, Zeitpunkt und Prüfergebnis im Protokoll, auch der abgebrochene.
Sechsmal „nein“ ist eine Eigenschaft der Bauweise, kein Versprechen: Es gibt keinen Codepfad dorthin. Schaltet Ihr einen externen Anbieter frei, ändert sich das für genau diesen einen Weg, und dann greift der Filter oben.
Sieht ein Modellanbieter Eure Namen?
Nein.
Sobald ein Anbieter außerhalb der EU eingebunden ist, greift der Drittlandtransfer wieder. Deshalb ist die Voreinstellung „aus“.
Der Rückweg durch dieselbe Kette.
Auskunft, Berichtigung, Löschung: Art. 15 bis 17 DSGVO gelten auch dann, wenn ein Text längst in Vektoren zerlegt ist. Hier versagen viele Systeme: Das Dokument ist gelöscht, seine Einbettungen liegen weiter im Index und tauchen als Treffer wieder auf. Bei uns hängt das Entfernen der Vektoren unmittelbar am Löschvorgang der Datenbank. Es greift auch dann, wenn ein Dokument in einer Sammellöschung oder mit einer ganzen Wissensdatenbank verschwindet und nicht einzeln gelöscht wird.
Fristen für Chatverläufe und Protokolle legt Ihr fest, passend zu Eurem Löschkonzept und zu dem, was die Betriebsvereinbarung vorsieht. Was auf Eurem Server gelöscht ist, ist gelöscht: Es gibt keine Cloud-Instanz und kein Backup bei uns, aus dem etwas zurückkommt.
Fünf Fragen, die spätestens im zweiten Gespräch kommen.
Ab hier wird es technisch und vertraglich. Wer die Seite nur überfliegt, ist mit dem Bisherigen fertig; wer prüft, findet hier die Antworten in der Tiefe, in der eine Sicherheitsprüfung sie braucht.
Offene Gewichte. Keine Anbieterbindung.
Was wir trotzdem vertraglich regeln.
Was der Betriebsrat sehen und abschalten kann.
Wo gar keine personenbezogenen Daten anfallen sollen.
Vier Regelwerke. Vier ehrliche Antworten.
DSGVO
Baulich erfüllt
Die Architektur nimmt die schwierigen Fragen vorweg: kein Drittlandtransfer (Art. 44 ff.), keine Auftragsverarbeitung für die Verarbeitung selbst (Art. 28 gilt nur für unsere Fernwartung), technische und organisatorische Maßnahmen nach Art. 32 auf Eurer eigenen Infrastruktur. Betroffenenrechte nach Art. 15 bis 17 greifen bis in den Vektorindex. Für das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30) und eine etwaige Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) liefern wir die technische Beschreibung zu.
EU AI Act
Im Produkt angelegt
Für Hochrisiko-Anwendungen verlangt die Verordnung unter anderem Protokollierung, technische Dokumentation, menschliche Aufsicht und Transparenz gegenüber Nutzern. Diese Bausteine sind Teil des Produkts und keine späteren Zusatzmodule: Quellenangabe bei jeder Antwort, Protokoll über jeden Agentenschritt, Freigabe durch einen Menschen bei kritischen Aktionen, dokumentierter Modellstand. Wie ein konkreter Einsatz einzustufen ist, hängt vom Anwendungsfall ab. Das entscheidet Ihr, wir liefern die Nachweise.
ISO/IEC 27001
Zertifizierung angestrebt
Wir bauen unser Informationssicherheits-Managementsystem entlang der Norm auf und streben die Zertifizierung an. Bis das Zertifikat vorliegt, sagen wir genau das und nichts anderes. Was heute steht: dokumentierte Rollen- und Rechtekonzepte, Protokollierung jedes Zugriffs, ein definierter Patch- und Update-Prozess, Notfallwiederherstellung. Den aktuellen Stand legen wir im Erstgespräch offen, auch die Lücken.
NIS2
Eure Einstufung, unsere Zuarbeit
Viele Industrieunternehmen fallen erstmals unter die verschärften Anforderungen an Risikomanagement, Meldewege und Lieferkettensicherheit. Ein System, das ohne Außenanbindung läuft und dessen Bestandteile Ihr benennen könnt, ist dabei leichter zu begründen als ein Dienst, der Daten an einen Anbieter weitergibt. Ob und wie Ihr betroffen seid, klärt Eure Rechtsabteilung; die technische Beschreibung dafür bekommt Ihr von uns.
Die Fragen, die tatsächlich kommen.
Brauchen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
Für die Verarbeitung selbst nicht, denn sie läuft ohne uns auf Eurer Hardware. Für Fernwartung, Support und Updates ja; den schließen wir nach Art. 28 DSGVO. Wer den Betrieb selbst übernimmt und die Fernwartung abschaltet, braucht auch den nicht.
Landen unsere Daten in einem Modelltraining?
Nein. Es gibt keinen technischen Weg dorthin: Das Modell läuft lokal, es sendet nichts zurück, und wir haben keinen Zugriff auf Eure Inhalte. Wenn Ihr einen externen Anbieter freischaltet, gelten dessen Bedingungen. Deshalb ist die Voreinstellung „aus“ und jeder Aufruf wird protokolliert.
Sieht ein Mitarbeiter über die KI Dokumente, die er sonst nicht sehen darf?
Nein, und das ist keine Frage der Einstellungen. Die Zugriffsprüfung steht in der Suchabfrage auf den Index: Ein Abschnitt, für den jemand nicht berechtigt ist, kommt in seinem Ergebnis gar nicht vor. Das Modell bekommt ihn nie zu sehen und kann ihn folglich auch nicht zusammenfassen oder zitieren.
Wie löschen wir Daten wieder heraus?
Über das Dashboard. Ein gelöschtes Dokument verschwindet zusammen mit seinen Abschnitten, Einbettungen und Abbildungen aus dem Index, auch dann, wenn es in einer Sammellöschung oder mit einer ganzen Wissensdatenbank entfernt wird. Da es keine zweite Kopie außerhalb Eures Servers gibt, ist die Löschung damit vollständig.
Was passiert bei einem Audit?
Ihr greift auf das Protokoll auf Eurem Server zu. Es enthält Dokumentenbewegungen mit handelnder Person und Zeitpunkt, Rechteänderungen sowie jeden Zugriff auf ein externes Modell samt Prüfergebnis. Jede Antwort führt zusätzlich ihre Quellen mit. Wir müssen dafür nichts herausgeben, weil wir nichts haben.
Ist der Betrieb ohne Internet möglich?
Ja, vollständig. Sprachmodell, Einbettungen und Nachsortierung liegen lokal vor, es wird nichts nachgeladen. Auch die Sensorik im Werk kommt ohne Außenanbindung aus. Für Support und Updates gibt es eine Fernwartung, die Ihr kontrolliert und jederzeit deaktivieren könnt.
Wer bei Euch kann auf unser System zugreifen?
Nur über die Fernwartung, nur wenn sie eingeschaltet ist, und jeder Zugriff steht im Protokoll. Ohne diesen Weg gibt es keinen Zugang: Es existiert keine Hintertür und keine Cloud-Konsole.
Was ist mit dem US CLOUD Act?
Er greift bei Anbietern, die Daten für Euch verarbeiten. Da niemand Eure Daten verarbeitet außer Ihr selbst, gibt es keinen Adressaten für eine Herausgabeanordnung.
Woher weiß das System, wer was sehen darf?
Aus Euren bestehenden Strukturen. Gruppen kommen aus Microsoft Entra ID, Dokumentrechte aus SharePoint einschließlich vererbter Ordnerrechte, der Rest lässt sich manuell pflegen. Mails und Kalender werden mit den Rechten des angemeldeten Nutzers gelesen.
Sind Maschinendaten überhaupt personenbezogen?
Oft ja, und das wird unterschätzt: Ein Messwert mit Zeitstempel lässt sich über den Schichtplan einer Person zuordnen. Deshalb behandeln wir Maschinendaten wie Dokumente: Sie bleiben im Werk, und nach oben gehen verdichtete Kennwerte. Nicht der vollständige Datenstrom.
Bekommen wir die Unterlagen für unsere Dokumentation?
Ja. Technische Beschreibung der Verarbeitung, Aufstellung der Protokollinhalte, Rollen- und Rechtekonzept und die Angaben, die Ihr für Verzeichnis, Folgenabschätzung und Betriebsvereinbarung braucht.
Ihr könnt uns rauswerfen. Und alles läuft weiter.
Offene Punkte auf Eurer Seite?
Wir gehen die Anforderungen konkret durch: mit Eurer IT-Leitung, Eurem Datenschutzbeauftragten, Eurem Betriebsrat oder wem sonst die Frage auf dem Tisch liegt. Bringt Euren Fragenkatalog mit, wir arbeiten ihn Zeile für Zeile ab.
- Aussagen zum Datenfluss beziehen sich auf den ausgelieferten Zustand ohne freigeschaltete externe Modellanbieter und ohne freigeschaltete Werkzeuge, die ins Internet greifen (etwa Websuche, arXiv oder Wetter). Wird eines davon aktiviert, gilt für diesen Weg der beschriebene Compliance-Filter, und der Aufruf wird protokolliert.
- Die Verschlüsselung der Datenträger und die TLS-Terminierung liegen in Eurer Infrastruktur. Wir beschreiben, was das System mitbringt, und behaupten nicht, Eure Betriebsumgebung abgenommen zu haben.
- ISO/IEC 27001: Zertifizierung angestrebt, zum Zeitpunkt dieser Seite nicht erteilt. Den aktuellen Stand legen wir im Erstgespräch offen.